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07.12.2000, © Enno Park
Horror boomt wieder, und längst sind auch die schlechten Horrorfilme wieder da. "Seven days to live" ist einer von ihnen. Vielleicht ein Versuch eines deutschen Filmers, im Horror Genre zu wiederholen, was vor Jahren in der Fantasy mit der "Unendlichen Geschichte" gelang. Der Film ist eine deutsche Produktion mit internationalen Schauspielern, die in Tschechien realisiert wurde. Handwerklich ist der Film sogar ganz gut gelungen: Schöne gruselige Szenen ... die man leider schon 1000 mal gesehen hat und die keinen hinters Sofa treiben. Oder von dort hervorlocken.
Die Schauspieler geben sich alle Mühe, aber das Skript ist nunmal mies. Kein Klischee des Horrorfilms wird ausgelassen. Vom einsamen, verfallenen und unheimlichen Haus, das auf einem mystischen Grab steht, über das familiäre Trauma, dass der kleine Sohn vor Jahren verstarb, bis hin zu unheimlichen Botschaften aus dem Jenseits und sich verändernde Fotografien ist alles vorhanden. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn denn in der Summe des großen und ganzen was neues herausgekommen wäre.
Die Heldin des Filmes scheint -- ganz wie in "Schatten der Wahrheit" -- allmählig durchzudrehen und konsultiert einen Psychologen. Dass dieser als einzige plausible Erklärung für ihre Halluzinationen einen Gehirntumor hält, anstatt sie einfach in Therapie zu schicken, ist nur ein Bespiel für die vielen Böcke, die im Drehbuch geschossen werden. Und Daddy wird übrigens -- ganz Shining-like -- allmählig verrückt und zur Beste. Das wird zwar gut gespielt, kommt aber vom Timing her auch nicht so recht an. Im Showdown versinkt dann noch schnell das ganze Haus im Untergrund, wo es hingehört. Die Filmrolle hätten die Macher allerdings auch gleich hinterherwerfen sollen.
Fazit: "Schatten der Wahrheit" zeigt z.B., wie man es richtig macht.
Wo läuft der rezensierte Film?
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