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29.11.2000, © Enno Park bei http://www.jaja-online.de
The Cell - grausige Träume
Im Debüt des mehrfach ausgezeichneten Werbefilmers Tarsem Singh, geht es zunächst um eine Thriller-Story, wie wir sie vom Schweigen der Lämmer sattsam kennen. Dabei ist die Rahmenhandlung der Jagd nach dem Serienkiller eher konventionell erzählt, vorhersehbar und wenig spannend, was leider auch an den Dialogen und Schauspielern liegt.
Einzig die Einstiegssequenz des Filmes lässt ahnen, was den Zuschauer in der zweiten Hälfte des Filmes erwartet: Einen grausigen und zugleich wunderschönen Tripp in die Traumwelten eines Serienkillers. Denn "The Cell" ist Science Fiction. Eine neue Methode, sich direkt ins Unterbewusstsein von Menschen einzuloggen (Matrix lässt grüßen), wird am gefassten Serienkiller getestet, um ein letztes Opfer, das an einem versteckten Ort noch am Leben ist, zu retten.
Die opulenten Traumsequenzen lassen dann allen Ärger über die 08/15-Story vergessen. Was wir sehen, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Psychedlisch. Eine Mischung aus Metallica-Video und Parfum-Spot, eine Melange aus "Hellraiser", "Blue Velvet", "Schweigen der Lämmer" und "Matrix". Also: unbedingt sehenswert, wenn auch wegen einiger wirklich grausamer Stellen überhaupt nicht für Jüngere geeignet.
Hoffen wir, dass Singh gelegentlich auch mal ein wirkliches Drehbuch und wirkliche Schauspieler bekommt, dann könnte er noch mit viel weniger Aufwand großartige Filme produzieren, bei denen auch das Drumherum stimmt.
Wo läuft der rezensierte Film?
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